Archiv für September 2007

Erlebnis in einem Kaufhaus

September 6, 2007

Da steht man nun an einer völlig überfüllten Kasse, in einem überdimensionierten Kaufhaus.

Die Kassiererin ist sichtlich überfordert mit der Situation. Es ist ja nicht so, dass es keine weiteren Kassen gibt. Also 10 an der Stückzahl sind schon da, doch keine außer diese besetzt. Wo ich mich gefragt habe, wo sind denn alle, im Urlaub, im Lager oder sogar im Personalraum. So wird es sein, vielleicht können die Mitarbeiter ihre Kollegin an der Kasse nicht besonders leiden. Deswegen sitzten auch alle im Personalraum und schauen sich dieses Szenario genüsslich an. Was mich dann doch von der armen Frau da vorne ablenkte, war ein Plakat über der Kasse. Auf dem stand in großen roten Buchstaben: „Bei uns warten sie nie!“. Und ich gebe zu, dass ich schmunzeln musste.

Hinter mir wird eine ältere Frau sehr ungeduldig und fängt an rumzunörgeln. Als ich mich rum drehen wollte und sie bitten wollte doch damit aufzuhören, schrie schon ein Mann nach hinten. Er meinte, dass die alte Zippe die Klappe halten soll, sie hätte doch genug Zeit als Rentner. Na toll dachte ich, jetzt gehts richtig los, aber nein die ältere Dame wurde schlagartig ruhig.

Die Kassiererin hatte das gehört was sich in der Schlange abspielte und bekam ein wenig Panik. Sie klingelte nun bestimmt zum sechsten mal nach Kassenverstärkung. Nun doch endlich öffnete sich eine Tür und eine Person trat heraus und öffnete eine zweite Kasse. Zur Überraschung standen da innerhalb von wenigen Sekunden genau soviel Leute wie in unserer Schlange. Wo kamen die ganzen Menschen auf einmal her!? Egal.

Ich stande nun schon seit 2 Stunden in der Kassenschlange und bewegte mich besimmt gerade mal 2 Meter nach vorn. Die allgemeine Stimmung der Menschen hier ließ nach. Man merkte es daran das Leute nach vorn schrien und die Kassiererin anfingen zu beleidigen.

Auch ich war sehr angenervt, deswegen wollte ich auch nur noch raus hier. Ich legte also den Kaugummi, den ich eigentlich nur kaufen wollte, zurück in das Regal. Und bin dann einfach aus dem Kafhaus geschlendert.

 

 

Gedanken einer verzweifelten Seele

September 3, 2007

In einem verauchten Raum komme ich zu mir.

Mein Schädel hämmert, schon so stark, dass er zu platzen droht.

Schweiß rinnt mir die Stirn herunter und wird durch meine Augenbrauen gehindert, in meine zu tief blutroten Augen zu laufen.

Eine Wunder an der rechten Schlefe klafft und Blut fließt herunter. Ich wische mit meinem Arm den Schweiß weg. Dabei vermischen sich Blut und Schweiß.

Ich stinke erbärmlich, als hätte ich Wochen nicht geduscht.Um meine Schmerzen zu verdrängen setze ich die Rotwein Flasche an. Ohne einmal abzusetzen leere ich sie restlos.

Ich merke wie der Alkohol sich ausbreitet. Stecke mir eine Zigarrette an und blase den Rauch in den Raum.

So kann es nicht weitergehen, denke ich mir. Nehme den Strick der vor mir auf dem Tisch liegt und baue eine Schlaufe.

Der Stuhl auf dem ich stehe ist schon sehr wacklig, eine falsche Bewegung und ich hänge. Bricht dass Genick ist es ein sehr schneller Tot aber wenn nicht, dann stirbt man sehr qualvoll.

Da steh ich nun, will ich wirklich dem ein Ende setzten?

NEIN schreie ich, nehm die Schlaufe von meinem Hals und steige von meinem Stuhl.

Packe meine Sachen zusammen, verschütte meinen letzten Hochprozentigen Alkohol. Zünde ein Streichholz an und lasse es, mit einem sehr traurigen Blick, weil soviel Erinnerungen in diesem Raum gewesen ist und war,fallen.

Öffne die Tür von meinem brennenden Raum und gehe in ein neues Leben.

Mickel